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In jedem Jahr
zum Ausklang einer Zeit
kurz vor Sylvester
nehme ich all´jene Worte
die ich nicht mehr brauche
und die meine Hirnwindungen
mit überflüssigen Ballast verstopfen
die mich
ärgern
stören
belästigen
hemmen
einengen
hindern
beissen
quälen
schlagen
peinigen
foltern
zerlege diese Worte in
ihre einzelne Buchstaben
und fülle sie in einen Filzstift
Und in der erstarrten Nacht
kurz vor Sylvester
wenn die letzten Kneipen
geschlossen sind
wenn Stadt und ihre Bürger schlafen
dann wandere ich durch menschenleere
Gassen zwischen kahlen
Häuserwänden entlang
und verteile meinen Buchstabensalat
auf Mauern
Bisweilen
ergibt sich in
diesem Momenten
ein neues Wort
vielleicht mag ich es jetzt behalten
Mit dem Rest
können andere glücklich werden...
© Thomas Mentzel
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