Regelmäßige Leser

Freitag, 28. April 2017

Kleiner Einschub

Ob...

... ich nun lieber Bücher mit Widmung versehe und verschicke oder ob es mir lieber sei, wenn er "Eis essen" über seinen lokalen Buchdealer bestellt, fragte mich heute per Mail ein (zukünftiger) Leser.

Sicher. Ich freue mich über jedes Buch, dass ich eintüten und in den Postkasten werfen kann. Und es geht ein wenig schneller.

Aber: Wenn Ihr über den lokalen Buchhandel bestellt, so bedeutet dies, dass jeder Buchhändler, der die Bestellung entgegen nimmt, "Eis essen" zumindest einmal kurz in der Hand hat. Möglicherweise guckt er sogar rein und beleibt vielleicht an einem Text hängen. Und, nicht völlig von der Hand zu weisen, bei irgendeiner passenden Gelegenheit erinnert er sich.
Diese Erinnerung kann für mich durchaus ein Türöffner für Lesungen u.ä. sein. Das fände ich gut. Sehr gut sogar.


Also Leute: Stürmt die örtlichen Buchläden!




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Dienstag, 25. April 2017

Autorenlesung der Extraklasse im Kulturpoint „Kunstblick“



Neumünster (kle) - Mehr als ein Geheimtipp ist das Atelier „Kunstblick“ von Astrid und Kurt Schulzke in Neumünster an der Wrangelstraße 12. Seit über zwei Jahre können sich die Kulturinteressierten von vielfältigen Veranstaltungen verwöhnen lassen. Ein Besuch im Atelier „Kunstblick“, ist wie eine willkommene Erholungspause, abgerundet von vielen Eindrücken aus der Welt der Musik, der Malerei oder auch Lyrik. 
Premiere hatte jetzt eine Autorenlesung der Extraklasse. Unter dem Titel „4 auf einen Streich“ präsentierten die Autoren Astrid Schulzke, Barbara Naziri, Thomas Mentzel und Peter Reuter kurze Geschichten aus ihren Büchern. Ein paar Bücher gingen dann auch durch die Hände des sehr interessierten Publikums. 
Geschichten aus den Büchern wie „Männer, Mord und Macken“ (Astrid Schulzke), „Vor unserer Tür“, (von Barbara Naziri, erscheint im Juni), „Randnotizen“ (Peter Reuter), oder auch „Eis essen“ von Thomas Mentzel boten satirisches, nachdenkliches, ja und es durfte auch gelacht werden., 
„Ein schöner bunter Lesungsabend im Atelier „Kunstblick“ mit tollen Menschen, so das Dankeschön von der Künstlerin Barbara Naziri an Astrid und Kusch. 
Gäste und Interessierte sind im Kulturpoint Kunstblick nach vorheriger Anmeldung immer willkommen. 




(,...aus "Prima Wochenende") Hier geht es zu den Bildern von "4 auf einen Streich"


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Donnerstag, 20. April 2017

Montag, 17. April 2017

Ulrich Kasparick: Eis essen mit Thomas Mentzel

Eine Buchkritik

Das ist ja was! 
Ich kenne den Mann nicht persönlich und doch ist er gleich da. Vom ersten Satz an, vom ersten Wort. Da sitzt er. Und freut sich. 
Er ist ein Beobachter, der Thomas Mentzel. Ein sehr genauer Beobachter. Einer, der sich Zeit lässt. Einer, der die Bilder in sich wachsen lässt. 
Er ist auch ein Ja-Sager, dieser Thomas. Einer, der zum Leben “Ja” sagt. 
 
Eigentlich muss er gar nichts sagen. Wenn ich seine Zeilen lese, weiß ich es. Er ist auch ein Maler, dieser Thomas Mentzel. Er malt mit einem umfangreichen Farbkasten, der ihm feine Nuancen ermöglicht. Er malt eine “strahlende Decke aus Licht” zum Beispiel. 
Dann wieder beobachtet er “Vor dem Fenster träumen Regentropfen friedlich glitzernd auf den Dächern Stille.” 
Das ist ja was! Und morgens, wenn er “hin und wieder” sein “Jungengesicht” im Spiegel entdeckt, dann lacht er “mit den Föhren”, schlägt “Salti durch Wolkenmatten”, wagt “Tänze mit Silberpappeln”, pfeift “mit dem Wind auf meinen Fingern”, versteckt sich “in Birkenwipfeln” und wirft “Sonnenspitzen auf die Erde.” Da malt und schreibt einer, der jung geblieben ist und sich immer noch die Zigaretten selber dreht. Schreibt von seiner Stadt, diesem “Relief aus Streichholzschachteln”, als wär’s eine Landschaft. Und während “eine Spinne sorgsam und gewissenhaft den Zeiger meiner Sonnenuhr verpackt”, macht er sich auf den Weg.
 
Da sitzt also ein Erzähler. Thomas Menzel ist ein Erzähler. Einer, der in knappen Zeilen Bilder malt. Schöne Bilder auch. Er kennt seinen Farbkasten, auch die dunkleren Farben. Aber niemals malt er knallige, vordergründige Bilder. Seine Bilder haben immer Hintergrund. Was mich da anleuchtet aus seinen Bildern, ist ein großes “Ja”. Vielleicht ist es sogar “Das Große Ja”. 
 
Ein sehr schönes Stück Literatur ist das, was er mir da zum “Eis essen” auf den Tisch gelegt hat, der Thomas Mentzel. Ich danke ihm sehr für diese Gabe. 
 
Und ich kann es empfehlen, dieses “Eis”: lecker ist das. Es schmeckt nach Leben.
 
Ulrich Kasparick
 
Thomas Mentzel.  
Eis essen.  
Lyrische Gedanken. 
ISBN 9783 7407 23397
 
 
Das Buch mit der ISBN 9783 740 728 397 gibt es zum Preis von 12,90 Euro über den engagierten Buchhändler vor Ort, über die bekannten Portale wie amazon, Weltbild, Thalia, Buch 7....
oder mit persönlicher Widmung direkt beim Autor unter Th.Mentzel ätt gmail.com

Samstag, 15. April 2017

Rezension zu Eis essen


Eis essen - von Thomas Mentzel


Dr. Rudolf Hanebeck

Der neue Gedichtband von Thomas Mentzel enthält auf über 200 Seiten mehr als 140 Gedichte und Lyriken, illustriert von eigenen Malereien.
Ich gebe unverhohlen zu, ich bin sehr voreingenommen an das Werk heran gegangen und bin, nach etwas Abstand und Einwirkzeit, positiv überrascht, wenn man das dann noch so sagen will.
Wenn ich Lyriker lese, beobachte ich das, was mir seine Lyriken erzählen, meist selbst noch einmal und es kommt mir immer wieder so bekannt vor, dass ich diese kleinen Augenblicke bildhaft vor mir sehe.
Wenn ein Lyriker aber über sich selbst erzählt, dann muss man schon mehrmals seine Gedicht-Gedanken lesen, weil seine Geschichte nicht immer die Bilder so ausschmücken, wie wir Leser es erwarten.
So heißt sein Werk nicht umsonst im Untertitel "Lyrische Gedanken", weil er nicht nur das beobachtet, was er nur so gesehen hat, wie es uns allen zugänglich gewesen wäre, sondern zudem sich selbst beobachtet und das in gemischten Aggregatzuständen. Es sind die Gedanken, die die Gedichte von Thomas Mentzel prägen.
So empfinde ich seine guten Gedichte oft als Spiegel seiner schlechten Tage, wie es sicherlich und ebenso umgekehrt ist. Wenn ein Zweifler zu mir spricht, spricht er auch meinen Zweifel an, malt mir bekannte Gemütszustände in Worte und Bilder aus. Bilder, die wir meist auch sehen, uns aber die Gabe fehlt, sie in einem vergleichbaren lyrischen Rahmen malen können.
So beschreibt das Gedicht "Eis essen" nicht nur einen recht einfachen, physischen Vorgang, sondern auch eine typisch menschliche Reaktion. Da es bei Menschen aber niemals das reine stereotyp gibt, fällt Thomas Mentzel oft aus dieser Norm heraus und dann werden seine Lyriken vielschichtig, dann erzählen sie uns den Thomas Mentzel, der mit einem Leben voll Erfahrung uns beschreibt, dass jeder, und ich, alles verschieden sehen kann, und doch es immer sehr "einsam" betrachtet wird. Das Leben malt sich durch unsere Gedanken und diese Gedanken gehören trotz Veröffentlichung nur Thomas Mentzel allein.
In " Den Tag gewinnen" trennt er die Strophen mit "Überleben" und meint in meiner Wahrnehmung "Leben", denn die Episoden haben wir alle für uns schon verarbeitet. Nachdem ich dieses Gedicht gelesen habe, ist mir nichts Neues begegnet, aber ich sehe es wieder, um viele neue Facetten reicher, das Leben.
So skizziert er in dem Gedicht "Wintermorgen" fast musikalisch einen W. Turner in Worten, grenzt aber auch sich und damit jeden Leser davon aus, dass wir alle das gleiche sehen. Wir sehen nur. Aber niemand sieht das, was Thomas Mentzel gesehen haben wird und niemand wird, und das behaupte ich gerne, es genau so sehen und beschreiben können. Das bleibt allein Thomas Mentzel vorbehalten und das bildet die Quintessenz seines Werkes.
Mit "Eis essen" brilliert Th. Mentzel in seiner Domäne Lyrik. Ein Buch, dass ich gerne empfehlen möchte und das uns um viele Bilder reicher macht.

Danke, Thomas, für dieses Buch.

Dr. Rudolf Hanebeck


Das Buch mit der ISBN 9783 740 728 397 gibt es zum Preis von 12,90 Euro über den engagierten Buchhändler vor Ort, über die bekannten Portale wie amazon, Weltbild, Thalia, Buch 7 oder auch mit persönlicher Widmung direkt beim Autor unter Th.Mentzel ätt gmail.com


Freitag, 14. April 2017

Eis essen




Das Buch mit der ISBN 9783 740 728 397 gibt es zum Preis von 12,90 Euro über den engagierten Buchhändler vor Ort, über die bekannten Portale wie amazon, Weltbild, Thalia, Buch 7 oder auch mit persönlicher Widmung direkt beim Autor unter Th.Mentzel ätt gmail.com































 

Mittwoch, 12. April 2017

22. April, Neumünster


























4 auf einen Streich -  Autorenlesung

Samstag, 22. April 2017  19 Uhr

Neumünster  Atelier Kunstblick 
Wrangelstraße 12 -16


Zu Hause




Mit einem lauten Pfeifen tobte der Herbst dem Wind durch den bunt gescheckten Wald. „Vorsicht“, rief er, „der Winter kommt! Zieht Eure Kleider aus!“
Und alle folgten seinem Ruf. Die Buchen, die Eichen, die Pappeln, ja, sogar die Birken und die stets traurigen Weiden.
Lediglich zwei Fichten, die sich einst während des Fluges einer überfütterten Brieftaube hier abgesetzt hatten und mittlerweile wohl im zwanzigsten Jahr in trauter Eintracht nebenein­ander standen und wuchsen, taten das, was sie bisher in jedem Jahr getan hatten wenn der Alarmpfiff des Herbstes kam:
Sie reckten ihre Spitzen gen Wolken, stöhnten ein vernehmlich-arrogantes „Püh“ - und störten sich nicht weiter daran. Irgendwie waren sie wohl etwas besonderes, in ihrem satten grünen Kleid unter den nackten, kahlen anderen Bäumen.

Das dachte sich wohl auch der Förster. Pünktlich jedenfalls zum 15. November erschien er mit der Motorsäge und sägte die beiden Fichten aus dem Wald.
Ein wenig traurig waren die anderen Bäume schon. Hatten die beiden doch auch im Winter, wenn alles kahl, grau oder schwarz-weiß war, noch ein wenig Farbe in die Tage gebracht. Aber letzten Endes, - sie waren immer Außenseiterinnen geblieben. Individualisten, mit denen sich eine anständige Eiche oder eine stämmige Buche auf Dauer nicht unterhalten wollte. Also gingen Buchen, Eichen, Pappeln, Birken und Weiden bald wieder ihrem gewohnten Tagesablauf nach.

So hätte nun diese Geschichte ein Ende. Erwähnenswert ist allenfalls, dass der Weihnachts­tag unsere beiden Fichten mit großem Pomp und hellen Lichtern erlebte. Bunte Kugeln, strahlende Kerzen und silberne Fäden glitzerten auf ihren Ästen. Eine der beiden stand vor dem Kaufhaus am Marktplatz, die andere vor der Kirche. Beide vermissten einander und – wer hätte das gedacht – die anderen Bäume im Wald. Nicht lange nach Weihnachten, noch vor dem Silvestertag warfen auch sie ihr grünes Kleid ab und bereits kurze Zeit später nahm man ihnen auch den bunten Schmuck.

Das neue Jahr erlebte sie auf dem Haufen für den Kompost. Und jetzt dauerte es nur wenige Tage, dann wurden sie zerstückelt und gehäckselt. Im Frühjahr wurden sie auf einem Weg neben dem Wald verstreut. Irgendwie – fühlten sie sich zu Hause.

Sonntag, 9. April 2017

Eis essen



Neumünster


Der junge Baum



Ihm war an seinem angestammten Platz langweilig geworden. Beinahe 60 Jahre hatte er im Wald ausgeharrt; für seine Nachbarn blieb er trotzdem immer der junge Baum.

Es traf sich gut, während er über mögliche Veränderungen nachdachte, toste ein Sturm durch den Forst. Zuerst wollte er sich nach seinen Genen verhalten; über Jahrtausende hatten die Vorfahren sich Wind und Sturm ergeben, geneigt, ihn an Krone, Ästen und Stamm vorbei ziehen lassen.

Heute jedoch war ihm nach Widerspruch. So bog er sich in den strammen Wind, bot ihm den Wipfel. Während Böe über Böe, Regenwind und Wetter durch das Geäst fegten, zog sein Leben an ihm vorbei. All die Begegnungen mit Nachbarn, die ihr Wurzelreich verteidigten, die vielen Menschen in seinem Schatten...Und während der junge Baum in seiner Geschichte versunken war, knickte eine besonders heftige Sturmböe ihn um. Er fiel.

Dies geschah im Januar. Im März des Jahres trieb er neue Zweige, aus zerschelltem Wipfel, aus freigelegten Wurzeln. Seit Juni ist er voller frischer, junger, grüner Blätter. Wer an windigen Tagen dort vorbei kommt, hört die Nachbarbäume tuscheln. Sie hatten sich immer gedacht, dass irgendetwas an dem jungen Baum anders war. Nun sehen sie sich bestätigt.

Die Herren der Kriege


Die westlichen Regierungen bejubeln den Bombenschlag des amerikanischen Präsidenten Trump als "nachvollziehbar" und/oder "lange fällig"...


Und ich sitze hier vor meiner Tastatur und lasse mich von Zweifeln befressen.
Wenn der Herr der "alternativen Fakten" plötzlich im Besitz der Wahrheit ist, dann macht mich das äußerst mißtrauisch.
Sicher. Es gibt keine ausdenkbare Schweinerei, die ich dem Massenmörder Assad und seinen Spießgesellen nicht zutraue. Allerdings traue ich ebendiese Schweinereien gleichermaßen den Mordbrennern des IS zu. Und diversen anderen Parteien, die dort angeblich um "Freiheit" kämpfen.


Klar ist nur: Der "Westen" tut nicht wirklich etwas um das Morden in Syrien zu beenden. 
Ebensowenig wie der "Osten". Schließlich verdienen viel zu viele Leute viel zu gut am Massenmord.

Sonntag, 2. April 2017

...und übrigens:

...haben Peter Reuter und ich noch einige gemeinsame Termine ab Mai frei für Buchhandlungen, Cafés, Gemeindezentren und/oder ähnliches.


...unterwegs...

und am 22.4. Neumünster, Atelier Kunstblick
(zusammen mit Astrid Schulzke und Barbara Naziri)


Peter Reuter und Thomas Mentzel haben übrigens ab Mai noch einige gemeinsame Termine frei für Buchhandlungen, Cafe´s, Gemeindezentren und/oder ähnliches.