Regelmäßige Leser

Montag, 18. November 2019

unter Strom






































unter Strom, 
(C) by Thomas Mentzel, Nov. 2019

Kalter Krieg

Ich gestehe in allem mir eigenen Zynismus:
Manchmal sehne ich mich in die guten, alten, berechenbare Zeiten des kalten Krieges zurück!

Klare Linien,
damals wußten wir, wo gut oder wo böse ist:
Es richtete sich danach, auf welcher Seite der Grenzen wir zufällig geboren waren. Selbstverständlich war unsere Seite immer die Gute.

Hier schwarz - dort rot.
Hier Kapitalismus - dort Sozialismus (oder je nach Dialektik: Kommunismus)
Beide Seiten starr vor Waffen, die Magazine und Arsenale bis knapp unter die Dachluken gefüllt.

Ein Gleichgewicht des Schreckens.
Aber egal, ob Brechnew oder Nixon, ob Reagan oder Andropow:
Keiner kam den Auslösern zu nahe, denn alle wußten, dass sie den jeweils anderen allerhöchstens um zehn Minuten überleben würden.
Schließlich wollten sie auf ihren Ranches und Datschen ihre angehäuften Schwarzgelder verprassen.

Die Prediger, die Demagogen, die Sektierer und Populisten durften sich in den Hyde-Parks der großen Städte ihre Sockel bauen. Oder verschwanden hinter den Gittern der Knäste. Die einen konnten reden und keiner hörte sie, die anderen mussten schreiend schweigen - und keiner hörte sie.
Wenn ich es heute so betrachte, dann möchte ich den besonnenen Politikern Breschnew, Nixon, Reagan und Andropow geradezu Denkmäler errichten.
Heute weiß ich nicht mehr, welcher Jelzin oder Bush, welcher Trump oder welcher Putin an welchen Kim, Assad, Rohani oder sonstige größenwahnsinnigen Sektierer oder Populisten welche Waffen aus den damaligen Arsenalen verkauft hat.

Ebenfalls weiß ich nicht, welcher schwachsinnige Prediger und Demagoge mit welchem Idiot"ismus" gerade welche blinden Anhänger um sich sammelt. Schließlich stehen sie nicht mehr auf den Sockeln in den Hyde-Parks und liegen nicht mehr auf den Pritschen der Knäste.
Aber ich sehe, sie sind nicht mehr besonnen. Es reicht den Gesinnungspredigern, wenn gerade ihr "ismus" für die bewußten 10 Minuten Oberhand behält.
Dafür geben sie alles.
Vor allem das Leben der anderen!

Nein.
Schimpft mich zynisch, aber ich will den guten, alten, berechenbaren kalten Krieg wieder haben.


Thomas Mentzel

Samstag, 9. November 2019

..and he never....

























...see the writing on the wall...

(C) by Thomas Mentzel


Wo ich am 9.November 1989 war?



Naja, ich glaube nicht, dass es wirklich jemanden interessiert, aber wenn Du schon fragst...

Ich saß an diesem Donnerstag im Zug von Witten nach Hamburg. Gegen 3.30 Uhr kam ich dort an und wunderte mich über unglaublich viele Trabbis auf den Straßen. Während der Fahrt hatte ich nichts mit bekommen.
Das änderte sich aber beim aussteigen sofort. Ich glaube, mir drückte irgend jemand noch auf dem Bahnsteig eine Flasche in die Hand und ich mußte einen tiefen Zug nehmen. Prost auf die offene Grenze.
Keine Erinnerung habe ich daran, mit wie vielen Leuten ich in jener Nacht, die in meiner Erinnerung erst mit der Rückfahrt am Sonntag abend endete, Brüderschaft getrunken habe. Um mich herum feierten die Menschen eine kommende Wiedervereinigung.
Ich war froh und ich war auch stolz auf diese Bundesrepublik. Aber ich wollte keine "Wiedervereinigung".
Ich wollte, dass die Deutsche Demokratische Republik die Chance auf den Beweis bekommen sollte, dass es "anders" ging.
Zwei Deutschlands wollte ich damals, beide mit offenen Grenzen. Ob diese beiden Länder irgendwann einmal wieder zu einem verschmelzen könnten, das hätte für mich die Zukunft gezeigt. Vielleicht wären weitere 40 Jahre vergangen.

Nein. Ich war kein Sozialist. Ich war nicht einmal Sozialdemokrat. Ich war lediglich jemand, dem diese Vereinigung viel zu schnell und viel zu sehr übers Knie gebrochen ging.
Wenn etwas zusamenwachsen soll, dann muß es zusammen wachsen. Nicht einander aufgepfropft werden.

Heute, dreissig Jahre später, bin ich immer noch dieser Meinung. Aber: Es ist nun einmal so wie es ist und deshalb sollten wir das Beste daraus machen. Und es nicht kaputtmarschieren.

Thomas Mentzel

Samstag, 1. Dezember 2018

Das Ende der Schöpfung




Als Gott nach dem sechsten Tag der Schöpfung seinen verdienten freien Tag einlegte, betrachtete er aus dem himmlischen Lehnstuhl die Welt. Und, siehe: Alles war still und gut geraten.
Das war ihm langweilig.

So schuf er am achten Tag die Kreativen, die Phantasten und die Utopisten.

Und als der Herr am Abend sein Werk ansehen wollte und deswegen auf die Erde kam, sah er: Die Menschen hatten Spaß. Sie tranken und aßen, sie lachten und sangen und wimmelten durch diesen soeben erst aufblühenden Garten Eden. Sie waren glücklich.
Gott schaute sich das Glück eine ganze Weile an. Die Menschen freuten sich am Leben. Doch in all dem fröhlichen Gejubel wollte niemand mehr an den Schöpfer all dieser Herrlichkeiten denken. Niemand sang das Loblied des Schöpfers.

Da war Gott verärgert. So schuf er am neunten Tag die Volks- und die Betriebswirte, Kaufleute und die Erbsenzähler.

Auch an diesem Abend wollte er sich das Tageswerk ansehen und wanderte zum Garten Eden hinab. Als er jedoch am Tor ankam, stand dort bereits einer jener Buchhalter und verwehrte ihm den kostenfreien Eintritt.

Da wandte Gott sich mit Grausen. 



(C) by Thomas Mentzel 
(in: Als ich den Trend stoppte, in Kürze im Handel)

Zappa züchtet Raben...

Zappa züchtet Raben, Serie-A-Typie bei Thomas Mentzel, 30 x 30 cm, gerahmt, limitiert auf 10 Exempl.







 


Grund zum jubeln?



Rentenbezieher Deutschlands, Ihr dürft jubeln und frohlocken!

Ab Juli 2019 soll es 3 (drei) Prozent mehr geben. Bzw im Osten 4 (vier) Prozent. 
Das bedeutet, dass jemand, der jetzt 2.500 Euro monatlich bekommt, demnächst gut 75 Ocken mehr hat. Also nach Abzug der Steuern und Krankenkassenbeiträge immer noch etwa 50 Euro mehr in der Tasche. Das ist etwas, damit läßt sich was anfangen.

Nicht ganz so laut dürften allerdings die rund fünfhunderttausend Witwen und Sozialrentner jubeln. Wer nämlich nur etwa 800 Euro Rente oder sogar noch weniger bekommt, bei dem macht sich die Erhöhung nicht wirklich bemerkbar. 

Kurzer Vorschlag für die Politik: 
Niedrigrenten um einen Sockelbetrag erhöhen und dann erst prozentuale Erhöhungen.

 Aber über solche Dinge muß sich in Deutschland ja weder ein Politiker noch ein Beamter in einem der zuständigen Ministerien Gedanken machen. 
Die bekommen später ihre staatliche Alimente ausbezahlt.


*




B...-Zeitung



Die B...-Zeitung titelte am 30.11.2018

"Wir arbeiten zu Niedriglohn anstatt Hartz IV zu kassieren.
Sind wir die Dummen?"

Nun ja. Über den Intelligenz-Quotienten von B...-Lesern oder von Leuten, die sich in der B...-Zeitung zitieren lassen, muß und will ich nicht spekulieren. 

Angeschmiert sind jene, die zu "Niedriglöhnen" arbeiten, aber auf jeden Fall. Denn jeder Monat Niedriglohn drückt auch ihre spätere Rente und bringt sie der Altersarmut näher. 
Darüber allerdings spricht keiner, nicht wahr?


*

Mensch, Mensch, Mensch...

... was machen Gauland, Weidel & Consorten eigentlich, wenn Frau Merkel wirklich demnächst nicht mehr Bundeskanzlerin ist und sie nicht mehr stupide 

"Merkel muss weg"

blöken können? Die müssen jeden Tag diverse Stoßgebete losschicken, dass ja Merz oder Spahn gewählt werden.  Das läßt sich brüllen, "Spahn muß weg", "Merz muß weg". 
Aber Kramp-Karrenbauer? 

"Kramp-Karrenbauer muß weg"

Einen so langen Satz kann sich der durchschnittliche AFdeler doch überhaupt nicht merken, geschweige denn ihn brüllen....

ttstststststssssssss



*


 

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Zum Tag der "deutschen Einheit":


(Nun gut, ein wenig zu früh, aber schließlich wird ja heute auch der "Anschluß-Tag" befeiert)

29 Jahre seit dem großen Versprecher vom Genossen Schabowski. Wer hat es sofort genutzt?
Natürlich, - Micky G.
Und Ihr könnt sagen, was Ihr wollt: Der olle Michail Gorbatschow hat sich etwas dabei gedacht. Wahrscheinlich - hat er den Günnie sogar animiert.

Von wegen "wer zu spät kommt usw"
Kokolores!

Oder gar "Erich, jetzt mach doch endlich die Tür auf!" Fort waren die Mauern und Grenzen?!

Kommunismus? Wäch!
Sozialismus? Ade!

Und die Tätärä gleich hinterher. Ciao Bella!!!
Ade nun zur guten Nacht...


Hah! Byebye!????
Ausgetrickst hat der gerissene Gorbatschow alle! Die guten, echten Kommunisten haben feste, kräftige Unterwanderstiefel bekommen (Deswegen in den Jahren 87/88/89 der unerklärbare große Ledermangel trotz erfülltem 5-Jahresplan) und los ging es. Auf den wahren und einzig richtigen Marsch durch die Institutionen.
Nicht so halbgar, brav und und bieder wie die zahnlos käselutschenden Rotweinbabys der 68er, Cohn-Bendit, Fischer, Klein-Klein, Carstensen & Co.

Steine werfen? Häuser besetzen? Harmlos! War für Ahnungslose, für Milchbubis...
Nein, knallhart, pragmatisch und - erfolgreich. Warum werden in diesem Jahrtausend Banken verstaatlicht? Erst in die krachende Pleite und dann: VEB-Deutsche Bank!
Erst recht die Auto-Industrie. VEB Opel-Rüsselsheim! Demnächst baut Porsche den Trabant 911 und das Einheitskombinat Mercedes-Stuttgart einen luxuriösen S-Klasse-Wartburg.
Sara Wagenknecht wird Dispatcherin bei Ford!

Übrigens, Kollegen aus der BBZ (bundesrepublikanisch besatzte Zone) , - nur als Frage - die Genossin Merkel, - habt Ihr die nicht zum rübermachen animiert? Häh? Wer antwortet als erster...

So, - und jetzt enthülle ich heute ein Geheimnis. Gorbi und Helmi, - die beiden Einheitsbaumeister: Nicht nur Brüder im Geiste! Nein, Nein und noch einmal NEIN! Illegitime Enkel von Lenin. Eigentlich Zwillinge. Viereiige! In Echt!
Jawohl!

(C) Thomas Mentzel

Ach, übrigens....


...falls nun irgendjemand auch nur ein wenig an meiner Meinung zu dem Vorfall interessiert ist:

Jenen Mann, der gestern um 11.38 Uhr in der Kölner Innenstadt den Weihnachtsmann erschossen hat, sollte man keineswegs wegen "Mord" suchen.
In meinen Augen handelt es sich hier um einen durchaus berechtigten Fall von Notwehr. 
Ihm gehört ein Orden verliehen! 
Die "blaue Bohne am Band" beispielsweise.

Kürzlich bei meiner Reha-Ärztin...



Ich: "Manche einfachen Sätze bekommen jetzt eine ganz neue realistische Bedeutung."
Sie: "?"
Ich: "Naja, beispielsweise - Ich habe ne Schraube locker - bei Rückenschmerzen. Oder - Bei Ihnen piepts - am Flughafen.

Sie (grinsend): "Ja, versteh ich. Bleiben Sie mal geschmeidig - kommt wahrscheinlich auch nicht so ganz gut bei Ihnen an, oder?"

Ich: "Stimmt. Zumal mein Rückrat nicht mehr biegsam genug ist, um Politiker zu werden!"

Sie: "(lachend) Daran können wir arbeiten. Vielleicht reichts für die Lokalpolitik!"
 
 
 

Montag, 3. September 2018

Zur Kenntnis

Die eine Seite zu beschreiben, bedeutet für mich persönlich nicht gleichzeitig, die andere nicht zu sehen.
Für mich ist eine Vergewaltigung nicht deswegen eine "gute" Vergewaltigung, weil sie durch einen "anständigen, aufrechten" deutschen Nationalisten erfolgt.
Für mich ist ein Mord nicht ein "guter" Mord, weil er durch einen "anständigen, aufrechten" deutschen Nationalisten erfolgt.
Für mich ist ein Raub nicht ein "guter" Raub, weil er durch einen "anständigen, aufrechten" deutschen Nationalisten erfolgt.
Für mich ist Drogenhandel nicht "guter" Drogenhandel, weil er durch einen "anständigen, aufrechten" deutschen Nationalisten erfolgt.


Zum Thema "Bachmann": Bachmann ist ein vielfach vorbestrafter Krimineller (Einbruchsdiebstahl, Drogenhandel, Körperverletzung).
Gauland, Höcke, von Storch wünschten sich bereits mehrfach "das Land ihrer Väter" zurück.
Das Land ihrer Väter war ausgebombt und durch Hitler &Co. ruiniert. Die damalige Regierung, zu der im übrigen auch Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, der Großvater von B.v.St. von 1932 bis 1945 als Finanzminister gehörte, war verantwortlich für den Bau zahlreicher Konzentrations- un d Arbeitslager sowie für den Mord an Millionen. 


Zwar kenne ich keinen davon, aber ich zweifle nicht daran, dass es auch in der afd Menschen mit gesundem Verstand gibt. Sie sollten nur langsam überlegen, ob der Weg hinter den Nationalisten der richtige Weg ist.

Wenn....
diese Leute hier keine Flüchtlinge haben wollen, dann sollten sie anstatt der andauernden planlosen Verneinung vielleicht einmal andere Wege aufzeigen.

Beispielswese was man tun kann, um Fluchtursachen zu bekämpfen. Mir würde als allererstes der sofortige Stop und Ächtung aller Waffenlieferungen in diese Länder einfallen.

In der Bäckerei...

Moin Welt!

Manche Begebenheit kann mir die ganze Woche retten.
Beispielsweise das Gespräch zweier Nachbarn vor der Theke in unserer kleinen Bäckerei:


"Sarens, Dieta, watt hälsze denn von dämm Pitter? Dä is doch jätt doof, od'r?"


"Dä is nitt doooof. Dä hätte negative Intelligenz!



Danke Jungs!
Und noch ein grinsendes

Morjemorje
hinterher gerufen!

Seltsame Gedanken zu PegiDa

Zwischendurch kommen mir doch immer wieder einmal komische Gedanken...
Was wäre eigentlich, wenn Bachmann seine ihm hörigen Montagsspaziergänger auffordern würde, vor der syrischen Botschaft zu demonstrieren?


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"Assad! Krieg beenden! Sofort"

Oder vor der iranischen Botschaft?

"Nieder mit der Herrschaft der Mullahs"
"Schluss mit der Verfolgung von Minderheiten
"


Manche afrikanische Botschaft würde mir ebenfalls einfallen...

"Beseitigt Fluchtursachen"
"Baut auf"
"Schluß mit der Korruption
"


Oder auch vor Heckler & Koch, Krauss-Maffei Wegmann, Thyssen Krupp etc

"Schluss mit der Waffenproduktion"


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Naja, wie erwähnt: Es sind komische Gedanken. Um so etwas zu tun, bräuchte man ja (wie Olli "Titan" Kahn einst sagte): Eier in der Hose. Da fordern die Pegioten doch lieber dazu auf, eine nur einseitig durchlässige Mauer um das Land zu ziehen.